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Danis Tipps für eine Gulasch- oder „Schnitzeljagd“


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Als PR-Managerin beschäftigt sich Dani vor allem herausragenden Weinen und damit wie diese den Weg in aller Munde finden. Privat tauscht sie das Weinglas auch ganz gerne gegen die Kaffeetasse, am liebsten gepaart mit einem hübschen Coffeetable-Magazin. Wer sich für Kochbücher, kulinarische Reisen und Tischkultur begeistert, wird auf ihrem „Good Life Blog“ namens Kitchentablenote fündig. Mit dem Slow Food Youth Network Wien hat Dani bereits viele Produzentenbesuche, Workshops und Eat-Ins organisiert, nun greift sie dem VFQ-Team in Sachen Kommunikation unter die Arme und hat für unsere Schnitzeljagd so manchen Geheimtipp parat. Ein paar ihrer Lieblingsplätze verrät sie schon vorab in diesem kurzen Steckbrief.

Daniela Wiebogen
Daniela Wiebogen

Meinen Kaffee trinke ich am liebsten: früh morgens bei der Kaffeeküche im Jonas Reindl. So früh darf’s auch ein Kaffee mit ganz viel Milch sein. Zuhause dann gerne ein Filterkaffee aus der Chemex Karaffe.

Ein echtes Wiener Must-Eat: Ganz klassisch, ein Wiener Schnitzerl vom Kalb mit Erdäpfelsalat, rausgebacken in Butterschmalz. Am besten in der Meierei im Stadtpark oder im Skopik und Lohn.

Mein Wiener Lieblingsmarkt: Der Vorgartenmarkt im Zweiten: Bio-Obst und Gemüse von Adamah, Bio-Feinkost bei der Palette, jeden Samstag ein Bauernmarkt und die besten Buttersalzstangerl der Stadt von Helmut Gragger.

Meine persönliche Quest: Das beste Gulasch Wiens zu finden! Das Gulasch vom Alt Wien und vom Gasthaus Hansy liegen momentan ganz vorn. Mal schauen, was Wien an Gulasch noch zu bieten hat. Empfehlungen jederzeit gerne an mich!

Wien für mich in 3 Worten: Charmant, Melange, Vielfalt.

Du findest mich auf: @kitchentablenote (Instagram), kitchentablenote.com (Blog), kitchentablenote (Facebook)

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5 Dinge, die du über unseren Partner Ottakringer wissen solltest.


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Die Ottakringer Brauerei und die Vienna Foodie Quest – auf diese Partnerschaft stoßen wir an!
Auf diese Partnerschaft stoßen wir an! © Ottakringer Brauerei

Ob 16er Blech zum Käsekrainer, Wiener Original zum Wiener Schnitzel oder eine Brauwerk Hausmarke zum neuesten Streetfood – wer sich für die Esskultur von Wien interessiert, kommt an der Wiener Bierkultur nicht vorbei. Insgesamt 50 historische Brauereien hat die Stadt einst beheimatet. Heute ist davon noch eine übrig, die den 16. Wiener Bezirk regelmäßig in den vertrauten malzigen Duft hüllt. Umso stolzer sind wir, die Ottakringer Brauerei als Partner bei der Vienna Foodie Quest mit an Bord zu haben und freuen uns schon jetzt darauf, bei der After-Party im Anschluss an die Benefiz-Rallye mit einem echten Wiener Original auf die gemeinsam ermöglichten Gärten in Afrika anzustoßen. Als kleinen Vorgeschmack verraten wir euch ein paar Dinge über die Traditionsbrauerei, die ihr wahrscheinlich noch nicht wusstet.

Die Brauerei im 16. Bezirk © Ottakringer
Die Brauerei im 16. Bezirk © Ottakringer Brauerei

5 kuriose Info-Häppchen zur Brauerei im Herzen Wiens:

1. Hoch die Kisten: Ganze 55 Jahre lang müsstest du jeden Tag eine Kiste Bier trinken, um alleine einen Lagertank der Ottakringer Brauerei auszutrinken. Na dann, Prost!

2. Josef, der Erste: Das Null Komma Josef von Ottakringer war damals das erste alkoholfreie Bier aus Österreich. Dieses Jahr bekommt das Urgestein übrigens Gesellschaft vom neuen Null Komma Josef Radler.

3. 300.000 rein & raus: Täglich verlassen mehr als 300.000 Krügerl Bier die Brauerei. Etwa genauso viele Gäste statten ihr im Rahmen von Events und Führungen jedes Jahr einen Besuch ab.

4. Würdiges Wahrzeichen: Im Darreturm, der über der Brauerei thront, wurde früher Gerste getrocknet, heute ist er nicht nur das Wahrzeichen der Brauerei, sondern außerdem eines der ältesten und höchsten Gebäude in Ottakring.

5. Auf gute Nachbarschaft: Als die Brauerei 1837 gegründet wurde, war in Ottakring und Neulerchenfeld gut Biertrinken, damals hatten nämlich 50% der Häuser dort das Recht auf Bierausschank und -produktion.

Das Brauwerk-Team © Brauwerk
Über Brauwerk gäbe es auch viel Interessantes zu wissen, aber dazu ein andermal © Brauwerk

Vienna Foodie Quest-Getränktipp:
der Null Komma Josef Zitrone-Minze Radler

Als Erfrischung zwischendurch empfehlen wir euch für die Schnitzeljagd den neuen Null Komma Josef Radler. Der ist mit dem Geschmack von Zitrone und Minze nicht nur herrlich erfrischend, sondern mit 50% Null Komma Josef und 50% Limonade außerdem alkoholfrei – damit ihr euch auch bei den letzten Stationen voll und ganz aufs genussvolle Rätsellösen konzentrieren könnt und nicht auf einmal null Komma nichts versteht.

10.000 Gärten in Afrika – Herausforderungen & Erfolge


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Im ersten Teil des Interviews mit Valentina Meraviglia (verantwortlich für Kommunikation und Fundraising) und Michela Lenta (ehemalige Koordinatorin von Slow Food-Projekten in Ostafrika) habt ihr die Grundzüge des Slow Food-Projekts „10.000 Gärten in Afrika“ kennengelernt. Im zweiten Teil erfahrt ihr mehr über die Herausforderungen, die mit der Errichtung der Gärten am afrikanischen Kontinent verbunden sind, und welche Erfolge das Projekt seit dem Start 2010 bereits ernten konnte.

Michela Lenta
Michela Lenta
Valentina Meraviglia
Valentina Meraviglia

 

 

 

 

Wie werden die Standorte der Gärten ausgewählt?

Da gibt es verschiedene Herangehensweisen. Einige Gärten werden in Regionen angelegt, in denen unser Netzwerk bereits aktiv ist, andere entstehen aus Anfragen von Einzelpersonen, Non-Profit-Organisationen oder Vereinigungen, die am Projekt teilnehmen und Gärten in ihrer Umgebung anlegen möchten. Nach einem ersten Besuch und der Beurteilung von einem lokalen Vertreter, wird ein Standort ins Projekt aufgenommen. Manchmal integrieren wir auch bereits bestehende Gärten in das Projekt und helfen den Verantwortlichen dabei, ihre Flächen in biologische Gärten umzuwandeln, unterstützen sie mit Ausbildungen und Werkzeugen. Jeder Garten ist anders und der Hilfsbedarf vor Ort ist nicht immer derselbe. Daher gibt es auch kein Patentrezept oder fixes Budget.

-> eine Übersicht über alle Gärten in Afrika findest du auf dieser Online-Karte

Slow Food Garten © Ph. Paola Viesi
Slow Food Garten © Ph. Paola Viesi

Was waren die größten Herausforderungen des Projekts?

Je nach Region tun sich ganz unterschiedliche Herausforderungen auf. In Somalia, Mali und Burkina Faso steht man schweren internen Konflikten gegenüber. In Sierra Leone war die Ebola-Epidemie 2014 ein großes Problem. Aufgrund des Virus waren Treffen und Ausbildungen nicht mehr möglich. Dafür konnte das Slow Food Netzwerk Teams organisieren, die Lebensmittel und Chlor verteilt haben und in den Dörfern Aufklärung darüber geleistet haben, wie sich Ebola vorbeugen lässt. Darüberhinaus konnten die Menschen in Sierra Leone ihre Tätigkeit in den Gärten fortsetzen und hatten dadurch Zugang zu frischem Obst und Gemüse als Vitaminquelle. Kleinere Probleme im Vergleich dazu sind z.B. die ideale Wasserversorgung oder Ungereimtheiten zwischen Kleinstproduzenten, Gemeinschaftsgärten und nomadischen Viehzüchtern, die ihre Tiere in die Gärten bringen möchten. Da muss man dann gemeinsam mit den nationalen Repräsentanten und lokalen Referenten nach Lösungen suchen. Viele Probleme lassen sich aber auch mithilfe des eigens angelegten Vademecums lösen, in dem die Ratschläge von sämtlichen Koordinatoren u.a. zum Wasser- und Bodenmanagement zusammengefasst sind.

Bagraogo Schulgarten in Burkina Faso © Jean-Marie Koalga
Bagraogo Schulgarten in Burkina Faso © Jean-Marie Koalga

Fällt euch spontan eine Erfolgsgeschichte ein, die ihr mir erzählen möchtet?

Eine schöne Geschichte hat sich durch die Gärten in Marokko ergeben: dort gab es ein Dorf ohne Stromversorgung, das sich bei Slow Food Marokko gemeldet hat, weil sie einen Garten anlegen wollten. Slow Food hat sie bei der Errichtung von 18 kleinen Familiengärten unterstützt und darüber auf Facebook berichtet. Dort haben dann marokkanische Institutionen darüber gelesen und sich dazu entschlossen, dem Dorf Wasser und Strom zu bringen. Inwischen gibt es in Marokko knapp 70 Gärten.

Oder in Nigeria, dort gab es weder ein Netzwerk, noch Gärten, bis ein junger Nigerianer die Initiative ergriffen hat. Er war als Woofer in Korea unterwegs und hat über Slow Food Korea von den Gärten in Afrika erfahren. Anschließend hat er mit einer kleinen Zahl an Gärten gestartet und hat inzwischen auch Besuch vom Vizepräsident von Slow Food bekommen. Heute zählen wir 80 Gärten in Nigeria.

Du siehst also, die Gärten sind ein tolles Instrument, um die Botschaft zu verbreiten, mehr Menschen zu involvieren und ein starkes Netzwerk aufzubauen.

-> Mehr über die Gärten und welche Rolle sie vor allem in der jungen Generation Afrikas spielen lest ihr demnächst hier am VFQ-Blog. Aktuelle Infos rund um das Projekt und die anderen Aktivitäten von Slow Food International findet ihr hier auf Facebook.

Caros liebste Station für Kaffee & ihre Grill-Tour


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Als Alumni der Universität der Gastronomischen Wissenschaften in Italien, langjähriges aktives Slow Food Youth-Mitglied und Expertin in Sachen Kommunikation rund ums Thema Wein und Genuss ist Caro über alles, was sich in Wien kulinarisch tut, immer bestens informiert. Im Moment knüpft sie gerade neue Bekanntschaften mit den Partnern der diesjährigen Foodie Quest und tüftelt mit diesen bereits an den Rätseln zu unseren Stationen. Welche Food-Tour die Steirerin abgesehen von der Foodie Quest gerne einmal durch Wien machen würde und wo sie am liebsten ihren Kaffee trinkt, verrät sie in einem kurzen Steckbrief.

Caroline Derler
Caroline Derler

Meinen Kaffee trinke ich am liebsten… in der Kaffeestation beim Stand 2-4 am Karmelitermarkt

Ein echtes Wiener Must-Eat: ein Pfiff Bier und dazu Brötchen im Schwarzen Kameel

Mein Wiener Lieblingsmarkt: der Karmelitermarkt

Meine persönliche Quest: auf Balkan-Grill-Tour gehen und mich auf die Suche nach den besten Cevapcici begeben

Wien für mich in 3 Worten: Schönheit und VielfaltDu findest mich auf Facebook unter facebook.com/caroline.derler

Impact HUB Vienna – the Place to be… a Foodie!


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Eigentlich ist die Foodie Quest ja in der ganzen Stadt zuhause – nämlich überall dort, wo Produzenten mit Begeisterung gute Lebensmittel herstellen, Gastronomen großartiges Essen auftischen und Wien sich von seiner köstlichsten Seite zeigt. Trotzdem braucht unsere Benefiz-Rallye auch ein Headquarter, in dem wir morgens alle Teilnehmer begrüßen, euch eure Rätselbögen und Infos übergeben und den spannenden Tag im Anschluss an die Schnitzeljagd bei einer Afterparty mit Preisverleihung gemeinsam ausklingen lassen können.

Das Foodie Quest Headquarter für einen Tag

Wir haben also Ausschau nach dem idealen Ort für das Foodie Quest Headquarter gehalten und einen großartigen Partner gefunden: den Impact HUB Vienna.

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Der Impact HUB Vienna wird Foodie Quest Headquarter © Kai Wichmann

Der Impact HUB in der Lindengasse im 7. Bezirk hat sich seit seiner Eröffnung 2010 als Co-Working und Co-Creating Space für alle, die mit innovativen Lösungen nachhaltige Veränderungen bewirken möchten, etabliert.

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Voneinander lernen & miteinander frühstücken: Skillshare Breakfast im HUB

Unter seinen 450 Mitgliedern befinden sich Freelancer, Unternehmer, Künstler, Consultants und Coaches aus den unterschiedlichsten Bereichen – und, wie wir mit Freuden festgestellt haben, auch jede Menge Foodies mit spannenden kulinarischen Projekten.

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Dienstag ist im HUB Sexy Salad-Tag

Auch bei den Get-togethers der HUB-Community darf gutes Essen niemals fehlen. So werden etwa in den regelmäßigen Skill Share Breakfasts praktische Tipps und Know-how beim gemütlichen Frühstück weitergegeben. Jeden Dienstag findet der berüchtigte „Sexy Salad“ statt, bei dem jeder ein Gemüse mitbringt, das in einen großen Salat für alle geschnippelt wird. Und nur eine Mittagspause später steht donnerstags immer ein veganer „Hot Pot“ nach Rezepten aus aller Welt auf dem Plan.

Gutes tun und dabei gut essen kann man im HUB also wunderbar. Genauso wie am 11. Juni bei der Vienna Foodie Quest.

Eventbrite - Vienna Foodie Quest

Mehr über den Impact HUB Vienna erfährst du auf vienna.impacthub.net, auf Facebook oder Instagram, von wo auch die sympathischen Bilder stammen. Wer gerne noch vor der Foodie Quest eine Runde im HUB drehen möchte, kann sich hier für eine der wöchentlichen Touren durch den Coworking-Space anmelden.

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Die wöchentlichen Hot Pots holen die Welt in einen Topf und die HUB-Members an einen Tisch

Christoph über seine Brot-Quest & ein köstliches Wiener Klischee


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Weiter geht’s mit der Vorstellungsrunde des VFQ-Teams und einem kurzen Steckbrief von Christoph. Der Ernährungsberater war bereits bei der Foodie Quest letztes Jahr an Bord und hat unsere Teilnehmer am Kutschkermarkt in die spannende Wiener Brotvielfalt eingeführt. Heuer unterstützt er das VFQ-Team beim Stationen-Scouting und sorgt dafür, dass beim Event alles rund läuft. Auch wenn er seine Kunden berät, kommt der Genuss nie zu kurz. Seine Devise: wer sich viel bewegt, darf auch ohne schlechtes Gewissen genießen. Wie gut, dass die Teilnehmer der Vienna Foodie Quest den ganzen Tag auf den Beinen sind 😉

Christoph Somma, Schwer motiviert e.U.
Christoph Somma, Schwer motiviert e.U.

Meinen Kaffee trinke ich am liebsten… zu Hause, frisch aus meiner Bialetti. Natürlich darf da nicht jeder Kaffee hinein und richtig gemahlen – am besten frisch – sollte er auch sein. Es gibt immer mehr kleine, gute Kaffeehäuser, die ihren Kaffee selber rösten, da mag ich mich gar nicht entscheiden. Das muss ich zum Glück auch nicht, denn bei meinem Kaffeekonsum, kann ich mir jede Woche in einem anderen Café meine Dosis schwarzes Gold holen 😉

Ein echtes Wiener Must-Eat: Ich möchte ja keine Klischees bedienen, aber eine Käsekrainer beim Bitzinger hinter der Oper geht immer. Natürlich muss es nicht immer Fleisch sein und auch nicht traditionell aus Wien, hier gibt es nämlich die Kulinarik der ganzen Welt in einer Stadt und gerade das fasziniert mich an Wien so sehr.

Wiener Lieblingsmarkt: Da ich selbst dort gearbeitet und mit Leidenschaft den Leuten frisch gebackenes Brot von den besten Bäckern aus Wien und Umgebung verkauft habe, ganz klar der Kutschkermarkt im 18 Wiener Stadtbezirk. Man fühlt sich dort gleich wie zu Hause, auch wenn man wie ich gar nicht aus Wien kommt. Das Flair erinnert mehr an einen netten Bauernmarkt am Land als einen in der Großstadt, einfach klasse!

Meine persönliche Quest: Aufgrund meiner Leidenschaft für Brot würde ich am liebsten jeden Tag selbst backen. Der Duft von frischem Brot in der Wohnung macht einfach Appetit. Leider geht sich das neben der Arbeit nicht immer aus, wenn ich aber motiviert bin, wird bei mir garantiert Brot und kein Kuchen gebacken.

Wien für mich in 3 Worten: kulinarisch, inspirierend, lebendig

Du findest mich auf www.schwermotiviert.com und mit Blogbeiträgen über Sport & Ernährung auf www.wtfnutrition.wordpress.com

3 Fragen an „10.000 Gärten in Afrika“


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Logofourossou Schulgarten in Burkina Faso
Logofourossou Schulgarten in Burkina Faso

Um mehr über das ambitionierte Projekt herauszufinden, das die Vienna Foodie Quest gemeinsam mit eurer Hilfe unterstützt, habe ich mich mit Valentina Meraviglia (verantwortlich für Kommunikation und Fundraising) und Michela Lenta (ehemalige Koordinatorin von Slow Food-Projekten in Ostafrika)  per Skype unterhalten und den beiden ein paar Fragen zu den 10.000 Gärten in Afrika gestellt. Einen ersten Auszug unseres Gesprächs stelle ich euch heute vor.

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Valentina Meraviglia
Michela Lenta
Michela Lenta

 

 

 

 

Hallo Michela, hallo Valentina. Könnt ihr kurz beschreiben, welche Idee hinter dem Projekt „10.000 Gärten in Afrika“ steckt?

Michela: Begonnen hat alles mit dem Ziel, 1.000 Gärten in Afrika zu errichten, das Carlo Petrini 2010 beim Slow Food Kongress vorgestellt und 2012 als eines von drei Projekten noch einmal besonders betont hat. Die ersten 1.000 Gärten waren vor allem ein wichtiges Hilfsmittel, um ein Netzwerk in Afrika zu starten, denn davor hat Slow Food nur in einzelnen Ländern wie Marokko oder Kenia und in Südafrika an kleineren Projekten gearbeitet. Zur Idee: ein Slow Food Garten ist viel mehr als ein Garten – die Gärten sind für uns ein Vehikel, um lokales Saatgut und lokale Sorten zu thematisieren, die Menschen vor Ort in Slow Food Projekte wie die Arche des Geschmacks zu involvieren und sie dabei zu unterstützen, ihr Kulturerbe zu dokumentieren. In der Vergangenheit wurden keine Sorten klassifiziert oder beschrieben, wodurch das Risiko besteht, dass einige für immer verloren gehen. Darüber hinaus ist sind die Gärten ein bedeutendes Instrument zur Förderung der Ernährungssouveränität und Nahrungssicherung.

Wie hat sich das Projekt bisher entwickelt und wie ist das nächste Ziel definiert?

Michela: Dank dem Projekt ist es uns in den letzten drei Jahren gelungen 1.000 Gärten zu errichten, wir konnten Menschen in rund zwanzig Ländern erreichen und vor Ort ein Netzwerk aufbauen. Inzwischen ist Slow Food in beinahe 40 afrikanischen Ländern vertreten und wir hoffen, dass wir bis 2018 bzw. 2020 unser Ziel von 10.000 Gärten umsetzen können.

Die Errichtung eines Gartens kostet 900,- Euro. Wie geht es damit anschließend weiter?

Valentina: Das Prinzip der Gärten ist, dass sie innerhalb von zwei Jahren autonom werden und sich selbst erhalten können. Wir legen großen Wert auf die Nachhaltigkeit des Projekts. Umso wichtiger ist es, für Ausbildungen zu sorgen, den Menschen vor Ort den Anbau von lokalem Saatgut, ohne Kunstdünger und ohne Pestizide näherzubringen – aus ökologischen aber auch aus finanziellen Gründen. Hier spielt wiederum das lokale Netzwerk eine wesentliche Rolle. Nur mit seiner Hilfe ist der Austausch von Saatgut, Erfahrungen und Wissen über Saatgutvermehrung, natürliche Düngung und Pflanzenschutz möglich.

Mehr über die Gärten, die damit verbundenen Herausforderungen und bisherigen Erfolge lest ihr demnächst hier am VFQ-Blog.

Sarah über die Idee zur Vienna Foodie Quest


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Bis zur nächsten Foodie Quest am 11. Juni dauert es noch ein wenig – ideal, um euch das motivierte Team hinter der Vienna Foodie Quest vorzustellen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Benefiz-Rallye erst möglich machen. Weil ich immer genau wissen möchte, wer hinter einem guten Lebensmittel, einem Lokal oder einem Projekt steckt, will ich die Gelegenheit nutzen, um ein paar Worte zu mir und darüber, wie die Idee zur VFQ entstanden ist, zu sagen.

Vienna Foodie Quest 2015 © Jürgen Pletterbauer
Vienna Foodie Quest 2015 © Jürgen Pletterbauer

In diesem Sinne: Hallo! Ich bin Sarah Krobath, die Initiatorin der Vienna Foodie Quest. Als Texterin und Journalistin für Kulinarik unterstütze ich mit SATT GETEXTET Produzenten und Gastronomen beim Erzählen ihrer Geschichte und schreibe auf meinem Blog Sarah Satt meine eigenen Guten-Appetit-Geschichten. Während meines Studiums an der Universität der Gastronomischen Wissenschaften in Italien habe ich von Produzenten, Gastronomen und Foodies auf der Welt gelernt und versucht, ihnen „mein Wien“ näher zu bringen. Im internationalen Kreis von Slow Food bin ich auch mit dem Projekt 10.000 Gärten in Afrika und den inspirierenden Menschen dahinter in Kontakt gekommen. Zurück in Wien habe ich von einem „Crowd-Fooding“ Projekt geträumt, das zum einen die vielfältige Esskultur Wiens zelebriert und zum anderen die Situation der Menschen in Afrika verbessert, für die Ernährungssouveränität noch keine Selbstverständlichkeit ist: die Vienna Foodie Quest.

Von Foodies für Foodies: die Vienna Foodie Quest © Jürgen Pletterbauer
Von Foodies für Foodies: die Vienna Foodie Quest © Jürgen Pletterbauer

Die erste Benefiz-Rallye 2015 haben wir im kleinen Rahmen mit knapp 30 Teilnehmern dazu genutzt, um Erfahrung zu sammeln und uns wertvolles Feedback zu holen, das wir dieses Jahr in der #vfq16 einfließen lassen. Dass wir mit insgesamt 1.625 € Spenden  bereits im ersten Jahr zwei Gärten in Kenia finanzieren konnten, hat uns völlig überwältigt und angespornt, uns dieses Jahr noch mehr tolle kulinarische Stationen für euch zu überlegen, um noch mehr Gärten möglich zu machen.

Sarah Krobath © Christian Lendl
Sarah Krobath © Christian Lendl

Hier noch ein kleiner Steckbrief zu meiner Person, bevor ich euch mit meinem grandiosen Team bekannt mache:

Meinen Kaffee trinke ich am liebsten… im Sitzen bei den Coffee Pirates, bei Fürth Kaffee oder als Affogato im Leones.

Ein echtes Wiener Must-Eat: die Wiener Handsemmel. Am besten bei allen Bäckern durchkosten und den eigenen Favoriten küren.

Wiener Lieblingsmarkt: der Yppenmarkt – die perfekte Mischung aus Österreich, Italien und Orient.

Meine persönliche Quest: die Gemütlichkeit beim Einkaufen (das Gegenteil von „Zweite Kassa, bitte!“), die ich in Italien lieben gelernt habe, hierzulande beibehalten.

Wien für mich in 3 Worten: Grätzel, strawanzen, multikulti

Du findest mich: auf meinem Blog sarahsatt.com, als @frausatt auf Instagram und Twitter und unter sarahsattblog auf Facebook

Sobald die Rätselbögen verteilt sind, heißt es: Go Foodies! © Jürgen Pletterbauer
Sobald die Rätselbögen verteilt sind, heißt es: Go Foodies! © Jürgen Pletterbauer

 

Im Zweierteam macht die Schnitzeljagd am meisten Spaß © Jürgen Pletterbauer
Im Zweierteam macht die Schnitzeljagd am meisten Spaß © Jürgen Pletterbauer

Miriam übers Flanieren & ein Wiener Must-drink


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Die Vorstellungsrunde des Vienna Foodie Quest Teams geht mit Miriam Strobach weiter. Wenn du abgesehen von den vielen Fotos der Rallye-Teilnehmer irgendetwas von der Foodie Quest siehst, steckt höchstwahrscheinlich Miriam dahinter.

Miriam Strobach, Le Foodink
Miriam Strobach, Le Foodink

 

Miriams Herz schlägt sowohl für gutes Design als auch für gutes Essen. Im Rahmen der kulinarischen Projekte des Le Foodink Ateliers bringt die Art-Direktorin und Grafikdesignerin beides zusammen und hat auch der Vienna Foodie Quest ihren Look verpasst. Die liebste Inspirationsquelle der Wahlwienerin sind Kochbücher, von denen sie selbst bereits einige gestaltet hat. Was man ihrer Meinung nach in Wien gegessen und getrunken haben muss, verrät sie in einem kurzen Steckbrief:

Meinen Kaffee trinke ich am liebsten…  bei Leones im Eisgeschäft. Kurz, stark, italienisch.

Ein echtes Wiener Must-Eat: herrlich angerichtete Klassiker in der Meierei im Stadtpark. Ein Wiener Must-Drink ist Kalê – ein bittersüßer Tropfen, den wir der Stadt Wien gewidmet haben.

Mein Lieblingsmarkt in Wien: Schwierige Entscheidung, da ich am liebsten immer auf unterschiedlichen Märkten flaniere. Je nach Gemütslage ist es manchmal der Yppenmarkt, den ich wegen seinem bunten Flair liebe, ein anderes mal der Biomarkt in meiner Nähe auf der Freyung – der ist winzig, hat aber alles, was man braucht.

Meine persönliche Quest: ein Altwiener Salonbeuschel zubereiten

Wien für mich in 3 Worten: Kaiser. Schmarrn. Gemütlichkeit.

Du findest mich: unter lefoodink.com

30 Foodies für 2 Gärten in Kenia


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Knapp fünf Monate sind seit der ersten Vienna Foodie Quest vergangen. Jetzt ist es endlich soweit und wir können euch die beiden Gärten vorstellen, die mit der Hilfe eurer insgesamt gespendeten 1.625 Euro in Kenia errichtet werden konnten: der Gilgil Township Community Garden in Nakuru, der viertgrößten Stadt des Landes, und der weiter südlich gelegene Karure Community Garden in Kiambu, für den Johannes Lingenhel die komplette Patenschaft übernommen hat.

Nakuru County © Simon Ngatia, Facebook
Nakuru County © Simon Ngatia, Facebook

Das Land für den Gilgil Township Garten in Nakuru County wurde von der Volksschule der Gemeinde gestiftet. Heute wird der Nutzgarten von einem Team aus sieben Männern und achtzehn Frauen bewirtschaftet und stellt ein wichtiges Lernzentrum sowohl für die Gemeinde als auch ihre Schüler dar. Neben Kraut, Kohl, Nachtschattengewächsen, Kartoffeln und Amaranth werden Yamswurzeln, Cassava, Süßkartoffeln, Tomaten und eine afrikanische Krautsorte angebaut. Gedüngt wird ausschließlich mit natürlichem Dünger, anstelle von Pestiziden wird natürlicher Pflanzenschutz mit Ringelblumen, Brennnesselextrakt oder Zwiebeln betrieben. Die Ernte teilt die Gemeinde unter ihren Mitgliedern auf, ein Teil wird am lokalen Markt verkauft, um mit den Einnahmen Gruppenaktivitäten zu finanzieren.

-> Schau dir den Gilgil Township Community Garten auf der Karte an

Gilgil

Der Karure Garten in Kiambu County wird von einer Gruppe aus neun Frauen und 13 Männern kultiviert und dient unter anderem als Klassenzimmer ohne Wände, in dem Farmer lernen, ihr eigenes Land zu bewirtschaften und ihr praktisches Know-how mit Landwirten aus anderen afrikanischen Ländern austauschen können. Angebaut werden Amaranth, Kohl, Spinat, Pfeilwurz, Süßkartoffeln, Sorghum und Mais, aber auch Mangos, Bananen und Passionsfrüchte sind im Garten zu finden. Die Ernte wird aufgeteilt und zum Teil weiterverkauft, um die laufenden Ausgaben zu decken. Natürlicher Dünger, Pflanzenextrakte zur Schädlingsbekämpfung und eine Fruchtfolge sorgen für gesunde Böden und einen nachhaltigen Landbau.

-> Schau dir den Karure Community Garden auf der Karte an

Karure

Ganze 219 Gemeinschafts-, Schul- und Familiengärten konnten bereits mithilfe von Spenden in Kenia angelegt und mit einer Vielfalt an Pflanzen bepflanzt werden. Da das Slow Food Netzwerk im Land mittlerweile sehr gut etabliert ist, war es möglich 40 Produkte in die sogenannte Arche des Geschmacks aufzunehmen. Das Projekt fördert  den Erhalt von Qualitätsprodukten aus traditionellem Handwerk, alten Kulturpflanzen und gefährdeten Nutztierrassen. Zu den kenianischen Arche-Produkten zählen z.B. die afrikanische Fingerhirse, der Gitugi Tee oder das Kinolo Bananenbrot.

-> Lern die kenianischen Arche des Geschmacks-Produkte kennen

Mais aus einem Community Garten © Samson Kiiru, Facebook
Mais aus einem Community Garten © Samson Kiiru, Facebook

Wir sind begeistert und sehr dankbar für das, was wir mit der Vienna Foodie Quest 2015 und eurer Spende möglich machen konnten, und gehen motiviert an die Planung für die nächste Vienna Foodie Quest im Juni 2016. Du willst bei der nächsten Benefiz-Rallye dabei sein? Dann melde dich für unseren Newsletter an – wir halten dich gerne auf dem Laufenden.

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